Bericht zu unserem September-Treffen am 15.09.2016

Hallo Allerseits,

zu Beginn widmeten wir uns dem CEWE-Fotowettbewerb „Natur in der Dämmerung“. Hierzu hatte Torsten eine Vorlage gebastelt, die zum Inhalt hatte: Wie beurteile ich ein Bild. Mit einer Auflistung verschiedener Kriterien, um zu dem Ergebnis zu kommen: Das Bild ist gut, weniger gut oder schlecht!

Hierbei stellte sich heraus, das die konkrete Beurteilung eines Bildes gar nicht so einfach ist und wir uns alle schwer taten, um ein zu beurteilendes Bild in die vorgeschlagenen Kategorien unterzubringen. Die Kategorien „Landschaft“, „Tiere“ etc. waren noch am einfachsten. Im Verlaufe des Gesprächs stellte sich zunehmend heraus, das meist dann ein Bild für gut befunden wird, wenn es den Betrachter auch gefühlsmäßig anspricht. In diesem Punkt war schnell Einigkeit zu erzielen! Heißt – glaube ich – wenn die Farben (oder Grautöne) ansprechend sind, wenn die Gestaltung (z.B. Linien, weiche Übergänge, harte Kontraste, Gegenlicht, ungewöhnlicher Blickwinkel etc.) stimmig sind oder den Betrachter auf eine andere Art und Weise (Dramatik, Weichheit, spannende Szene etc.) anspricht. Es ist jedenfalls eine höchst individuelle Angelegenheit, ob man/frau ein Bild gut findet oder nicht! Ich persönlich finde es ziemlich wichtig, dass man sich auf ein Bild, welches man betrachtet, erst einmal ein paar Sekunden „einlassen“ muss. Anschließend kommt man vielleicht zu einem etwas anderen Ergebnis. Wir sahen uns in diesem Zusammenhang einige Bilder an und stellten fest, das dieses Thema zu sehr, sehr unterschiedlichen Ergebnissen Anlass gegeben hat. Es waren – wie inzwischen fast immer – finde ich – wunderbare Bilder dabei, die eigentlich auch für höhere „Weihungen“ geeignet sind. Deshalb werden einige von uns Bilder zu diesem Wettbewerb einreichen, oder haben es schon getan. Gespannt sein darf man sicher, ob hiervon welche in die nähere Auswahl kommen. Wir werden den Wettbewerb sehr interessiert beobachten.

Noch ein Hinweis: Innerhalb dieses Themas zeigte Torsten noch einige Ergebnisse seiner Tier-Touren. Er hatte zwei klasse Bilder von Brachvögeln am Seeufer dabei, die den Hang zu „weltklasse“ haben; und ich weiß wo von ich rede. Neben dem besonderen Auge das Torsten hierfür hat, möchte ich nicht versäumen darauf hinzuweisen, dass diese Fotos mit dem „Tamron SP 150-600mm 5/6,3 DI VC USD“ gemacht wurden, was ein absolutes Spitzentelezoom und noch halbwegs bezahlbar ist. Wer also Natur- und Tierfotografie betreibt, sollte sich mit dem Objektiv beschäftigen. Hinweis: Ich bekomme keine Honorare von Tamron! Ich habe es nur selber auch und bin begeistert.

Es gab noch Hinweise auf die „Vogelzugtage“ in unserer weiteren Region. Sie laufen den ganzen September bis ca. Mitte Oktober. Hier nochmal der link zu den Terminen der „Vogelzugtage“.

Es wurde noch einmal kurz das Thema „Cokinfilter“ Original oder Import angesprochen, um folgendes festzuhalten: Die Gelatine (oder Kunststofffilter) sind relativ günstig zu haben, einschließlich der Drehadapterringe und Filtereinsteckvorrichtung! Sind die Einsteckfilter jedoch aus behandeltem Glas, dann sind sie nahezu genauso teuer, wie Eindrehfilter. Sie haben dann nur den Vorteil, dass nicht mehrere Filter für mehrere Objektive gebraucht werden, sondern man nur die Eindrehadapter verwenden muss.

Da noch nicht alle den Bericht über die „Sensoren“ gelesen hatten, zeigte Karl noch kurz die mit Text versehene Grafik um zu verdeutlichen, wie immens die Größenunterschiede der verwendeten Sensoren sind.

Da sich einige durchaus für die Makrofotografie interessieren hatte Karl noch folgenden Tipp: Eine sehr günstige und dennoch sehr brauchbare Alternative ist der sogenannte „Umkehrring“ oder auch „Retroadapter“ genannt. Hierbei handelt es sich um einen Adapter, der es ermöglicht, ein Objektiv „verkehrt rum“ auf das Gehäuse zu setzen, um damit – richtig gute – Makroaufnahmen zu erreichen. „Verkehrt rum“ heißt in diesem Falle: Der Adapter hat auf der einen Seite das Bajonett des jeweiligen Kameramodells und auf der anderen Seite ein Schraubgewinde. Dieses Schraubgewinde (darauf muss man achten) muss den Durchmesser haben, den das als Makroobjektiv zu benutzende eigene Objektiv auch hat. Dann Adapter im Gehäuse einsetzen, Objektiv verkehrt rum auf den Adapter schrauben, fertich!! Die Aufnahmen damit müssen selbstverständlich manuell gemacht werden, was bei Makroaufnahmen sowieso der bessere Weg ist. Und das Besondere: Dieser Adapter kostet so zwischen 14 und 20 Euro; also wesentlich weniger als ein Makroobjektiv! Es gibt auch Automatische, die sind dann aber wieder fast so teuer, wie ein einfaches Makroobjektiv.

Karl wies zum Schluss noch einmal auf das am Wochenende beginnende Foto-Festival „RAW-16“ in Worpswede hin.

Wir haben dann noch vereinbart, dass einige von uns an der Fotomarathon-Siegerehrung am 15.10.16 zwischen 14 bis 16 Uhr teilnehmen wollen.

Als neuer Termin für unser Oktober-Treffen wurde Dienstag, 18.10.2016 um 19:30 wie immer im „Paganini“ vereinbart.

Und damit sich alle ein wenig von den „Strapazen“ der Fotografie erholen können, haben wir kein Fotothema für dieses Treffen vereinbart. Jeder sollte einfach ein paar seiner „best of“ mitbringen, die wir dann besprechen können.

0 0 Abstimmung
Bewerte den Beitrag
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Kommentare
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen