Analoge Fotografie ist tot – Es lebe die analoge Fotografie.
So hieß der Sommer-Workshop der VHS Oldenburg in Kirchhatten.
Ganz gespannt wollte ich die Wiederauferstandenen erleben und der Clou an der Geschichte war, wir entwickelten die Filme mit Kaffee.
Aber der Reihe nach.
Am ersten Tag ging es um die S/W Fotografie, Besonderheiten der Bilder, unsere analogen Fotoapparate und ums testen, wie wir was einstellen, wie wir den Film einlegen, zurückspulen und in die Spirale der Entwicklerdose einfädeln. Wir bekamen dann unsere S/W Filme für die Exkursion am nächsten Tag. Auf der Heimfahrt habe ich schon ein paar Aufnahmen gemacht.
Am zweiten Tag war dann die Exkursion mit dem Auftrag den Film vollzumachen. Zum ersten Teil der Exkursion trafen wir uns in Bookholzberg, zum zweiten Teil in den Hohentorshafen sind wir dann gemeinsam mit der Nordwestbahn zum Bahnhof Bremen- Neustadt gefahren.
Ich hatte eine fast 50 Jahre alte Olympus 35RD dabei, eine Kleinbildkamera mit festem 40mm Objektiv.
Neben einfachen Fotos, habe ich auch Doppelbelichtungen ausprobiert. Das muß ich noch üben, die meisten Doppelbelichtungen deckten sich nicht vollständig, so wurde das nächste folgende Bild auch noch von einem Teil der Doppelbelichtung betroffern.
Aber wie das bei der analogen Fotografie so ist, man bekommt das erst mit dem entwickelten Film mit.
Am 3. Tag ging es dann um das Entwickeln. Wir haben selber die Filme (natürlich im Dunkeln) in die Spirale der Entwicklerdose eingespult.
Dann gab es Kaffee …
als Entwicklerflüssigkeit.
Für den Entwickler benötigten wir löslichen Kaffee. egal welche Marke, Vitamin C und Soda (aus der Drogerie) und Kaliumbromid (aus der Apotheke) . Unter “Cafenol” oder “Kafenol” findet man im Intemet einige Artikel und Tabellen zu diesem Entwickler. Da steht dann auch wieviel Gramm von den Zutaten man für welchen Film benötigt. Man braucht auch eine Wage, die im Gramm – Bereich messen kann und ein Wasserthermometer für Temperaturen um 20 ° Grad.
Wir zauberten also den Kaffee-Entwickler herbei, gossen ihn in die Entwicklerdosen. 30 Minuten sollte unsere Entwicklung dauerm, zwischendurch bewegten wir nach Plan noch ein paar mal die Dosen, damit die Entwicklerflüssigkeit auch alle Stellen des Films ereichte.
Fixiert wurde der Film mit einem handelsüblichen Fixierer, zwischen und endgewässsert wurde er auch in der Spüle. Der gebrauchte Fixierer hingegen wurde zur weiteren Nutzung, bzw. zum ordnungsgemäßen entsorgen in eine Flasche gefüllt.
Und dann nach der Endwässerung kam der Moment, hat sich das gelohnt-.
Ja, sämtliche Filme waren entwickelt. Datt iss schon was besonderes plötzlich die kleinen Bilder auf dem Film zu sehen … die Filme wurden dann zum trocknen aufgehängt.
Am vierten Tag ging es um die Digitalisierung der Filme.
Für das Digtaliseren könnte man die Negative scannen, wir haben sie fotografiert. Arno hatte dafür eine mit einfachen Mitteln selbst gebaute Halterung für die Filme dabei, um sie dann vor einem weißen Laptop Bildschirm zu fotografieren.
Ich hatte meinen Dia-Kopiersatz von “Kaiser” mitgebracht, mit einer dünnen Leuchtplatte und einer Haltevorrichtung für den Film. Mein Stativ musste ich umbauen, so dass die Kamera kopfüber mit einem Macro die Negative einzeln abfotografieren konnte.
und dann …
ging es ab in das digitale Fotolabor. In meinem Fotobearbeitungsprogremm habe ich einfach die Gradationskurve umgedreht und schon wurden aus den Negativen S/W Fotos, die man dann weiter bearbeiten konnte. Das Ergebnis seht ihr unten. (anclicken und vergrößern)
Herzlichen Dank an Arno Kollmann für die unterhaltsame und erfolgreiche Leitung des Workshops und Danke an die Teilnehmenden des Workshops, es war eine angenehme, freundliche und interessierte Gruppe.









Hallo Thomas, vielen Dank für diesen interressanten Beitrag; man spürt fötmlich, dass es ein toller Workshop war. Und Du zeigst uns in der Gruppe immer wieder neue spannende Wege der Fotografie.
Frank