Bericht von unserem Treffen im November 2015

Wir waren wieder zu siebt und es entwickelte sich eine lebhafte Unterhaltung über den Bereich Blende, Zeit und ISO. An den Fotos u. A. von der Telefonzelle im Schnoor, die Ingo mitbrachte, entspann sich eine Diskussion über das Zusammenspiel dieser drei Faktoren beim Fotografieren!
An diesen Beispielen konnten wir wunderbar erkennen und erläutern, warum die Schärfentiefe bei einer kleinen Blende (z.B. 22) so groß ist und weshalb dies bei einem Weitwinkelobjektiv noch einmal besonders zum Tragen kommt. Ferner konnte festgehalten werden, das sich dieses Phänomen bei einem Teleobjektiv ganz anders darstellt. Für diejenigen, die noch nicht so „firm“ sind mit dem Zusammenspiel von Blende, Zeit und ISO war es wohl ein besonders gelungener Abend, wie ich hoffe.
In diesem Zusammenhang wurde noch einmal festgehalten, dass es eigentlich ganz leicht ist ein Foto-Objektiv (z.B. ein Porträt) wunderbar darzustellen, wenn die Blende weit geöffnet ist (z.B. 2,8) und dadurch eine äußerst kurze Schärfenzone erreicht – und das Objekt freigestellt – wird (siehe nebenstehendes Beispiel).

Wir haben uns dann noch Bilder von unserem fotografischen Freimarktsbesuch angesehen und konnten dort sehr gut erkennen, wie Bilder aussehen, die mit einem Graufilter (ND-Filter) und der dadurch entstehenden, langen Belichtungszeit gemacht wurden.

Dann haben wir uns ein Video über den Eigenbau eines solchen Graufilters angesehen und eines über das entstehen von „stürzenden Linie“ bei Gebäudefotos und darüber, wie man diese mit einem Bildbearbeitungsprogramm wieder gerade bekommt.

Erläutert wurde dann noch warum eine Spiegelreflexkamera – „Spiegelreflexkamera“ heißt. Wie der Name schon sagt, befindet sich ein Spiegel in dieser Kamera. Diese hat nur die Aufgabe, das Objekt (Foto) im Sucher sichtbar zu machen. Im Gegensatz zu dem Monitor, durch den das Bild auch angesehen werden kann. Dieser Spiegel hat einen Nachteil; er verursacht Erschütterungen in der Kamera. Dies spielt bei etwas längeren Belichtungszeiten eine große Rolle und kann (durch die Erschütterungen) zu unscharfen Bildern führen und man wundert sich, das gerade dieses Bild unscharf ist.
Diesen Nachteil kann man auf zwei Wegen umgehen: Einmal in dem man den Monitor (LiveView) benutzt! Bei dieser Einstellung ist der Spiegel schon hochgeklappt und es kann deshalb nicht mehr zu Erschütterungen kommen. Zum Zweiten wenn man die Einstellung „Spiegelvorauslösung“ an seiner Kamera einstellt. In diesem Fall klappt der Spiegel beim ersten Drücken des Auslösers hoch (macht dann leider aber noch kein Foto) und erst beim zweiten Drücken des Auslösers wird das Bild gemacht und der Spiegel klappt danach wieder nach unten.

Zum Abschluss haben wir uns dann noch dem Thema „HDR“ (High Dynamic Range) gewidmet und die tollen Möglichkeiten des Einfangens von hohen Kontrastumfängen (Dynamikumfang) mit dieser Methode erörtert.
Diesem Thema werden wir uns bei Gelegenheit besonders widmen, da es doch etwas komplexer ist.

Zudem haben wir uns für den 30.11.15 um 19:00 Uhr auf der Teerhofbrücke verabredet, um auf dem Weihnachtsmarkt zu fotografieren (Stativ, hohe ISO´s etc. nicht vergessen)! Dabei wollen wir uns auch dem Glühwein, der Feuerzangenbowle, dem Jagertee und allen anderen Köstlichkeiten, die das Fotografieren leichter machen, schwungvoll annähern! Auf diese Bilder bin ich persönlich — aber so was von gespannt…

Unser neues Treffen ist am Dienstag, 15.12.2015 wieder um 19:30 im Paganini. Dort werden die Bilder, die auf dem Weihnachtsmarkt „geschossen“ wurden, gezeigt.
Alle sind herzlich zu diesem Treffen eingeladen!

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